Oracle 11g bietet im Rahmen seiner „Oracle Maximum Availability Architecture (MAA)“ ein Upgrade Feature „Rolling Upgrade using transient logical Standby“ an, das es erlaubt, die Downtime während des Upgrades zu minimieren.
Jedoch ist zu beachten, dass für diese Methode alle Einschränkungen einer logischen Standby-DB gelten (z. B. können bestimmte Datentypen nicht übertragen werden, u. a. XMLType). Der Data Guard Protektion Modus muss „maximum availability“ oder “maximum performance” sein.
Grobkonzept:
1. Primär- und physikalische Data Guard DB sind vorhanden.
2. Die physikalische Data-Guard DB wird vorübergehend in eine logische Standby-DB umgewandelt.
3. Standby upgraden, Rollen tauschen, „neue“ Standby upgraden, Rollen tauschen.
4. Rückführung der logischen zur physikalische Standby-DB
Ablauf:
1. Neues ORACLE_HOME installieren.
2. Flashback muss aktiviert sein.
alter database flashback on;
–> DB muss sich im mount Status befinden.
3. Einen garantierten Restore-Punkt setzen:
create restore point vor_upgrade guarantee flashback database;
4. Standby-Controlfile erzeugen:
alter database create standby controlfile as ‘/shared_folder/standby.ctl’;
5. Konvertierung der physikalischen zur logischen Standby:
alter database recover to logical standby keep identity; <– DB_NAME + DBID bleiben erhalten
6. Upgrade auf der logischen Standby durchführen.
7. Prod <–> Standby DB switchen
8. Flashback original DB (jetzt logical DB) zum garantierten Restore Punkt “vor_upgrade“: flashback database to restore point vor_upgrade;
9. Original DB mit neuem ORACLE_HOME an starten
10. Konvertierung der logischen DB zu physikalischen DB:
recover managed standby using current logfile disconnect;
–> Vorher erzeugte Standby-Controlfile verwenden.
–> Standby DB wird nun automatisch synchronisiert (inkl. Data Dictionary).
11. Warten bis Synchronisation beendet ist.
12. Prod <–> Standby DB switchen
Fazit:
Der Rolling Upgrade mittels der physikalischen Standby ist eine hilfreiche Methode die Downtime während des Upgrades zu minimieren, jedoch gelten die gleichen Einschränkungen wie beim rolling Upgrade via logischem Data Guard.